PASSEN UND FANGEN


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Rollstuhl- (Tetra-) Rugby wurde aus dem Spielerinteresse an einem Mannschaftssport entwickelt. Früher (wie heute) haben einige Tetraplegiker Basketball gespielt, doch sowohl die Größe als auch das Gewicht des Balls machten den Umgang für einen Tetraplegiker schwierig, wenn nicht unmöglich. Dadurch wurde die Idee geboren mit einem Volleyball zu spielen, um den speziellen Voraussetzungen dieser Behinderungsart gerecht zu werden. Das geringe Gewicht, und der kleinere Umfang erhöhen die Erfolgsrate beim Werfen und Passen erheblich.


Es gibt sehr viele Paßformen, die stark von den funktionellen Möglichkeiten eines jeden Spielers abhängen. Trotzdem gibt es ein paar grundlegende Dinge die jeder beachten sollte.


Der Ballführer muß sich im Klaren sein, wem er welche Art Paß zuspielen kann. Wie bereits mehrmals erwähnt haben die unterschiedlichen Spieler sehr unterschiedliche Möglichkeiten, auf die ein Paß abgestimmt sein muß. Der Paß zu einem 0,5 oder 1,0 Punte Spieler muß diesem weich in den Schoß fallen. Der Paß zu einem Spieler mit 1,5 bis 2,5 Punkten kann etwas fester sein und aus größerer Entfernung kommen, da dieser Spieler auch nach einem Paß greifen kann. Der 3,0 und 3,5 Punkte Spieler kann auch einmal einen ungenaueren Ball erreichen, da er mobiler ist als seine Mitspieler.
Das Gebiet in dem der Ball am sichersten gefangen werden kann, liegt auf der Breite des Rumpfes zwischen dem Schoß und den Schultern.


In einer gut eingespielten Mannschaft weiß jeder Spieler welcher seiner Mitspieler welchen Paß fangen kann und stellt sein Spiel darauf ein.


Der Spieler, der angespielt werden soll, muß von dem Paß wissen bevor er geworfen wird. Spielern, die oft zusammenspielen reicht oft ein Blickkontakt.


Es ist wichtig den Erfolg eines Passes vorher abzuwägen. Der Ballführer muß seine Möglichkeiten, sowie die seines Mitspielers, aber auch die Länge des Paßes und die eventuell eingreifenden Gegner berücksichtigen.
Zu unsichere Päße erleichtern es dem Gegner in Ballbesitz zu kommen und damit ein Tor zu erzielen.


Der Fänger soll sich in eine gute, dem Werfer zugewandte Position bringen. Sieht der Fänger, den Ballführer nicht, so verringert sich die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Zuspiels drastisch. Der Fänger kann dem Werfer seine Aufgabe erleichtern, indem er mit den Händen die Position anzeigt in der er den Ball fangen will.


Der Spieler der in einer guten Position ist, muß dies seinem Ballführer mitteilen, da dieser nicht immer alle Mitspieler und das gesamte Spielgeschehen im Blick haben kann.


Kommt ein Paß dennoch ungenau, so ist es natürlich an dem Fänger, diesen Ball dennoch zu erreichen. Dafür muß er sich gegebenenfalls auch auf den Ball zubewegen.
Ist der Ball so niedrig, daß er auf den Rollstuhl treffen und wegspringen würde, haben die Spieler zwei Möglichkeiten. Vorallem wenn der Ball sehr fest kommt wird er vorher abgestoppt, und so lange geprellt bis er die nötige Höhe hat um aufgenommen zu werden. Ein weicherer Paß wird oft über den Handrücken direkt nach oben abgelenkt.

Hier nun einige Beispiele von PASSFORMEN :


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© September 97 DRS-Fachverband Rollstuhlrugby